Google Smart Tattoos: Körper wird zum Touchpad

Google Smart Tattoos
Screenshot / Youtube

So wie viele andere Unternehmen arbeitet auch Google im verborgenen an den Technologien von morgen. Nun gibt es ein weiteres Projekt das Bekanntheit erlangt. Das Projekt heißt „SkinMarks“ und dreht sich um smarte Tattoos. Dabei soll die Haut oder der Körper zum Touchpad werden.

Kooperation

Das Projekt wird zusammen mit der Uni Saarland geführt. Google ist unter anderem als Geldgeber beteiligt, stellt in dem forschenden Team jedoch auch einen eigenen Mann mit auf. Dabei handelt es sich um Alex Olwal, Ph.D. Senior Research Scientist, weitere Informationen findet ihr hier.

Funktionsweise der Google Smart Tattoos

So funktionieren die Smart Tattos: Die mit Sensoren beladenen Tätowierungen werden auf einen Körperteil aufgetragen, z.B. auf die Fingerknöchel einer Person oder auf die Seite eines Fingers. Die Sensoren können durch herkömmliche Berührungs- oder Wischgesten ausgelöst werden, wie bei einem Smartphone Display. Man kann die Tattoos aber auch durch andere Gesten auslösen lassen. Ein Beispiel wären, dass man den Bereich um das Tattoo herum berührt, oder die Finger bzw. die Gliedmaßen bewegt, um die Sensoren zu aktivieren. 

Der Vorteil der Haut als Schnittstelle, ist die Feinmotorik, die der Mensch von Natur aus besitzt, heißt es in dem White Paper von 2017. Das heißt, dass der Mensch durch die Haut als Bedienfeld diese intuitiv erreichen kann, ohne hinsehen zu müssen, wo er genau hinfasst. Man kann die Bewegungen einfacher Koordinieren, selbst im dunkeln ohne Licht.

Tattoo bloß aufgeklebt

Die Tätowierungen entstehen durch Siebdruck von leitfähiger Tinte auf Tätowierpapier hergestellt. Das Papier härtet danach thermisch aus, damit es auf die Haut aufgetragen werden kann. Einige der Prototyp-Tattoos enthalten Cartoon-Zeichnungen oder Leuchtdisplays. Das von Forschern der Universität Saarland geleitete Experiment wird, wie bereits erwähnt, teilweise durch einen Google Faculty Research Award finanziert.

„Durch eine stark reduzierte Tätowierungsdicke und eine erhöhte Dehnbarkeit ist ein SkinMark ausreichend dünn und flexibel, um sich an unregelmäßige Geometrien wie Biegelinien und hervorstehende Knochen anzupassen“, schreiben die Forscher.

Auch andere experimentieren die Kommunikation durch die Haut

Google ist nicht der einzige Technologieriese, welcher in Moonshot-Projekten ( In Googles interner Forschungsabteilung X entstehende Projekte nennen Insider gerne Moonshots), mit Haut experimentiert. 2017 stellte Facebook ein Projekt vor, mit dem Menschen Wörter, durch Vibrationen auf ihrer Haut „hören“ und entschlüsseln können. Das Konzept ähnelt der Blindenschrift, in der winzige Unebenheiten Buchstaben und andere Sprachelemente darstellen. Anstatt mit der Hand über diese Unebenheiten zu fahren, spürt man lediglich die Frequenzen in unterschiedlichen Mustern auf dem Unterarm von einem Überzieher, welches man am Handgelenk trägt.

Wir sind gespannt, wann das alles zur Realität wird. Es gibt noch viele tolle Technologien zu entdecken.

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